|
Die folgende Graphik gibt eine schematische Darstellung der computergestützten Modellierung von Temporalität, die unser Projekt beabsichtigt hat.
Die deskriptiven Kategorien unseres Modells basieren auf dem zeitphilosophischen Ansatz von McTaggart. Wesentlich ist dabei die Unterscheidung zwischen
- · 'B-Relationen' ( = relationale Positionierung von Ereignissen im physikalischen Kontinuum ‘vorher-nachher’) und
- · 'A-Bestimmungen' ( = perceptionsbasierte dynamische Determinationen der chronologischen Position von ereignissen im Kontinuum ‘Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft’ der Wahrnehmung und Kognition.
Im Rahmen unseres Ansatzes verstehen wir unter ‘Ereignis' eine materiale oder ideelle Entität, deren Existenz innerhalb der repräsentierten Welt durch eine Proposition lexematisch ausgedrückt wird - also durch Worte, die Dinge, Personen, Vorgänge, Vorstellungen etc. beschreiben, die in dieser Welt als (faktisch oder hypothetisch) gegeben behauptet werden. ‘Ereignisse’ sind so gesehen ‘Wahrnehmungsereignisse’.
|